Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS
8-918).
Auch private Krankenversicherungen übernehmen i.d.R. die Kosten
(gemischte Krankenanstalt).
Unser Informationsservice zum Thema
FERSENSCHMERZEN
chronische Fersenschmerzen, Hackenschmerzen
13.
Extremitätenschmerz (Gliederschmerz)
13.2
Beinschmerz
13.2.3
Fußschmerzen
13.2.3.1 Fersenschmerzen
Fersenschmerzen (Hackenschmerzen) können verschiedene Ursachen haben.
Fersenschmerzen
hervorgerufen durch einen
Fersensporn:
Als hinterer
Fersensporn wird ein
dornartiger
Knochen
auswuchs (Exostose) am bzw. vor dem Achillessehnenansatz
bezeichnet; für den oberen
Fersensporn verwendet man den Begriff "Haglundferse".
Beim unteren Fersens
porn, auch
plantarer Fersensporn
(=
die Fu ßsohle betreffender
Sporn)
genannt, befindet sich die Exostose an der Unterseite des Tuber
calcanei (= Fersenbeinhöcker).
Dann gibt es noch den "Aponeurosensporn" (=
Sporn an einer Sehnenplatte) am Ursprung der kleinen
Fuß
muskeln und weiter vorne den "Ligamentsporn" (=
Sporn an einem Gewebsband) als
Überlastungsschaden infolge Senkung des Fußgewölbes. Auch diese Sporne
können Fersenschmerzen verursachen.
Weitere möglichen Ursachen für Fersenschmerzen:
Bei der sog. Achillodynie handelt es sich um vor allem bei Belastung des Beine s auftretende Fersenschmerzen (Hackenschmerzen), wobei die Achillessehne und der darunter liegende Schleimbeutel beteiligt sind, z.B. bei Periostitis calcanei (= Knochenhautentzündung des Fersenbeins) oder Achillobursit is (= En tzündung des Schleimbeutels zwischen Fers enbein und Achilless ehne) als Unfallfolge.
Fersenschmerzen sind häufig ein
Frühsymptom (= frühes Krankheitszeichen)
des Morbus Bechterew.
Der
Morbus Bechterew,
auch als
Spondylitis
ankylopoetica oder
Spondylitis ankylosans bezeichnet, tritt hauptsächlich bei Männern im
jugendlichen und mittleren Alter auf. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch
eine schleichende, ankylosierende
(= versteifende)
Kyphosebildung (= Krümmung der Wir belsäule), die zu der
typischen, vornüber gebeugten Haltung führt. Betroffen ist die
Wirbelsäule
unter Beteiligung der
Iliosakralgelenk
Bei der
Coalitio calcaneonaviculare liegt eine angeborene Verschmelzung des Kahnbeins
(Os naviculare) mit dem vorderen Fortsatz des Fersenbeins vor.
Bei der
Coalitio
talonaviculare
betrifft die Verschmelzung den vorderen Fortsatz des Fersenbeins und das
Sprungbein
(Talus).
Beide Synostosen (= knöcherne Verwachsung benachbarter
Knochen)
gehen häufig mitFersenschmerzen einher.
Selten kann ein Calcaneus bifidus zu Fersenschmerzen (Hackenschmerzen) führen. Dabei besteht infolge ausgebliebener Verschmelzung (Fusion) seiner beiden Ossifikationskerne
(= Knochenbildungskerne) ein zweigeteiltes Fersenbe in.Therapie von Fersenschmerzen (Hackenschmerzen)
Neuerdings wird bei Fersenspor n die sog. extrakorporale
Stoßwellenbehandlung propagiert. Bei dieser Methode werden
hochenergetische Druckimpulse unter Wasser eingesetzt. Bewährt hat sich die
Methode bisher zur Zertrümmerung von
Nieren - und Gallensteine.
Des weiteren kann bei Fersenschmerzen eine Iontophorese
(=
Einbringen eines Arzneimittels durch die Haut mittels elektrischem Strom)
(z.B. mit Diclofenac)
versucht werden. Auch eine Behandlung mit Röntgenstrahlen
kann hilfreich sein, gleiches gilt für die
Magnetfeldtherapie.
Patienten mit Fersenschmerzen (Hackenschmerzen)
kommen meist dann erst zum
Schmerztherapeut
en, wenn selbst ein chirurgischer Behandlungsversuch (z.B.
Abtragung von Exostosen (=
Knochenauswüchsen)) keine
Schmerz
linderung brachte.
Mit der
therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
können
Fersenschmerzen
oft erfolgreich behandelt werden. Die Infiltration mit einem
Lokalanästhetikum (auch mit
Kortikoidzusatz)
ist allerdings relativ schmerzhaft und eignet sich deshalb kaum zur
serienmäßigen, wiederholten Anwendung.
Besser sind wiederholte Blockaden des den Fe rsenbereich sensibel (= die Empfindung betreffend) versorgenden Nervus ischiadicus, in hartnäckigen Fällen optimal kontinuierlich mit Katheter.
Bei der
kontinuierlichen Blockade des Nervus ischiadicus wird
(für ca. 10-14 Tage) ein dünner Kunststoffschlauch von der
Oberschenkelrückseite her dicht an den Nerv eingeführt. Die Einpflanzung
erfolgt nahezu schmerzfrei durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß
also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter
mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche
Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann
zur Verabreichung des
örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch
auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel
wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Nach längerer
Therapiedauer (z.B. 2-3 Wochen) verbleibt in den meisten Fällen deutliche
Schmerzlinderung, oft aber auch Schmerzfreiheit.
Dieser anhaltende Effekt über die Behandlungszeit hinaus ist u.a. darauf zurückzuführen,
daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven
betroffen
sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist
der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Sch merz en, die durch
entzündliche oder auch degenerative (=
abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Nach
neueren Erkenntnissen vermag eine solche Behandlung auch das „Schmerzgedächtnis“
im Gehirn zu löschen.
In aller Regel beruht der Sch merz bei einem Fe rsensporn ja auf einer umschriebenen Entzündung der örtlichen Knochenhaut.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) selbst auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Zu diesem Wahlrecht gibt es mittlerweile auch ein Urteil des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 1 KR 2/05):Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen. (Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten. Eine Revision gegen die Entscheidung ließ das Gericht erst gar nicht zu).
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